Schlüpfrige Scheißerchen sind seit Jahren ein gesellschaftsfähiger Ausdruck für alles bisher dem Menschen unbekannte.

Schlüpfrige Gummibärchen sind bisher kaum bekannt.

Sie sind gerne  unerkannt an dunklen Orten, denn sie fallen aus der Norm. Gummibärchen, jedes Kind kennt sie, fast jedes Handschuhfach hat sie zur Staubewältigung, die Schreibtischschublade gegen Langeweile und als Ausgleich für einsame Stunden sind sie auch geeignet.

Schamlos sind sie, setzen sich über die Hüftknochen, Gegenmittel lange schlabbrige locker sitzende Kleidung.

Stimulierend, denn ein Zuckerschub soll fast so gut wie Adrenalin aufputschen.

Gummibärchen verleihen Flügel, auch ohne angeblich aufmunternden Alkoholgenus.

So ein Gummibärchen im Mund kann die Fantasie so sehr anregen, dass es sogar zu Gedächtnislücken kommen könnte. Man könnte  alles um sich herum vergessen, nichts ist mehr wichtig.

Gummibärchen sind eigentlich eine feine Sache, uneigentlich sind sie eine Gefahr für alle, die sich keine Gedanken darüber machen was sie so in den Mund stecken.

Schmierig weich werden sie in aller Munde zu Brei, aber nach ein paar Minuten sind sie schon im Magen. Schwer nachzuweisen wie viele es waren, aber trotzdem bleiben sie in guter Erinnerung, die süßen kleinen Verführer mit der unverwechselbaren Geschmacksnote.

Wäre doch schön wenn jemand mal eine bisher nicht auf den Markt gebrachte Sorte produzieren würde, schlüpfrige zuckerfreie  Gummibärchen: Bunt eingefärbtes mit Bindemittel gefestigtes reines Wasser, das sich hervorragend als Genussmittel zu jedem Anlass eignet.