Da kennt man schon jahrelang die ganze Familie seiner allerliebsten Freundin samt ihrer Kinder und doch weiß man gar nichts über sie. Und alles ist nur herausgekommen, weil sie sich nichts merken kann und den Rat ihrer Therapeutin befolgt hatte, die ihr geraten hatte, ein Tagebuch zu führen.

Was hinter verschlossenen Türen innerhalb einer Familie abläuft, weiß nur die eigene Familie. Den Kindern wird von Anfanmg an eingeimpft, dass sie niemals darüber mit Fremden sprechen dürfen. Und da es nicht die einzige Familie auf der Welt sein wird, die deshalb unter einer Mutter leiden muss, sollte hier mal ein Machtwort gesprochen werden.

Unter den Fuchteln einer unbeherrschten jähzornigen Mutter aufzuwachsen, die den Kindern den Vater verbietet, ist heutzutage nichts außergewöhnliches mehr. Was aber nun nicht mehr hinter verschlossenen Türen weiterleben wird, das Martyrium einer gestraften Familie.

Jahrelang ist es für die Mutter ein unüberwindbares Hindernis, sich auf ihre Kinder einzustellen und ihnen ohne Schläge und Brüllattacken eine sorgenfreie Kindheit zu ermöglichen.

Schrecklich wenn es so weit kommen muss, dass sich Kinder wie Sklaven unterordnen sollen. Nun gibt es aber Kinder, die sich ihrer Herkunft bewusst sind und wissen, dass es nicht nur eine Mutter gibt, sondern auch einen Vater. Warum die Mutter den Kontakt verbietet, alles aus Eigenschutz, denn der ist das böse Glied in der Kette. Mutter ist die selbsternannte Göttin und hat niemals schuld, weil es immer die anderen sind. Wie soll denn da ein Kind auf das eigene Leben vorbereitet werden?

Kein Kind ist vor bleibenden Schäden gefeit, wenn es sich so einer Mutter fügt. Mutige Kinder sind im Vorteil, sobald sie die Sache durchschauen.

Doch vor unkontrollierten Kontakten der Kinder hat keine Mutter die Kontrolle. Sich neben die Kinder in die Schule setzen, kann sie nicht, nur vor dem Schultor persönlich abfangen und mit nach Hause nehmen. Den Kindern jeglichen Kontakt zu anderen Gleichaltrigen verbieten, ist zu auffällig. Alles madig reden was außerhalb der eigenen 4 Wände lebt, da gibt es auch Grenzen, die sie nicht brechen kann.

Wer auf anraten den Gang zum Therapeuten eingeleitet hat, hat alle Grenzen überschritten. Der Vorschlag, ein Tagebuch zu führen und dies auch durch zuziehen, ist für solche Mütter eine zwanghafte Handlung. Sie fühlt sich von dem Moment an auf der wieder gesicherten Seite, denn sie dokumentiert alles aus ihrer Sicht, was sie als unzumutbar empfindet.

Das Drama nahm seinen Lauf weil die Mutter sich an den Heften der Kinder vergriff. Sie war zu bequem eine Kladde kaufen zu gehen. Ihre Faulheit hatte sich nach einigen Wochen gerächt. Eines ihrer Kinder hatte das Heft als seines in die Schultasche gepackt und am nächsten Tag blind herausgegriffen um es seiner Lehrerin als Hausaufgabe abzugeben.

Die Lehrerin korrigierte am Nachmittag die Hausaufgaben, bis sie zu dem Heft in ihrem Stapel kam, der ihr Angst machte. Sie las die ersten Seiten und es bereitete ihr Kopfschmerzen und Magenbeschwerden.

Für den Schreiber war es wichtiger Sonntags morgens die Wohnung zu saugen als gemeinsam mit den Kindern ein fröhliches Frühstück gemeinsam an einem gedeckten Tisch zu vollziehen. Schläge waren ihre Art von körperlicher Kontakt um den Kindern ihre Zuneigung zu zeigen.

Als Vorbild war sie nicht in der Lage ihren Kindern einen strukturierten Tagesablauf vorzuleben und sie darin einzuführen, am liebsten wäre ihr gewesen die Kinder mit Schlafanzug in die Schule zu schicken, denn es war jeden Tag für sie  ein Kampf, sich ohne Brüllattaken durchzusetzen.

Dass ihre Kinder ohne Süßigkeiten den Tag lang quengeln bis sie ihre geliebten Freunde hatten, denn die stellten sie ruhig und zufrieden. Von einem Großvater, der seine eigenen Enkel  nicht aufwachsen sehen kann, weil die Mutter seit Jahren von ihm Hausverbot bekommen hat.

Für diese Mutter war der technische Defekt ihres Trockners ein wichtiger Grund, ihren Kindern einen gemeinsamen Besuch des Spielplatzes zu verweigern. Sie schrieb, dass die Kinder nachts laut im Schlaf sprachen und nach nach ihrem Vater riefen. Notizen über ihre eigene Kindheit, wie sie ihre Sonntage bei den Großeltern verbringen dürfte.

Die Lehrerin las nichts über eine von Tränen gerührte Mutter, die sich über ein selbst gemaltes Bild ihrer Kinder freute. Kein Wort über gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Wohnung. Es schien keinen Kontakt zwischen Vater und Mutter zu geben, nur Anweisungen der Mutter, was der Vater zu erledigen und zahlen hatte.

Das Grauen ereilte sie als sie eine Art Ahnentafel aufschlug. Viele Namen waren da zu lesen, aber so wie sie aufgelistet waren, waren es nicht Blutsverwandte, sondern Fremde, die ihre Nichten und Neffen nicht kannten.

Nichts ist so unrechtmäßig wie eine Mutter, die ihren Kindern die Menschen verbietet, von denen sie lernen können, was sie ihnen nicht geben kann. Keine Mutter kann eine männliche Erziehung ersetzen, soziale verwandtschaftliche Kontakte durch den Besuch von Kindergarten und Schule als gleichwertig ansehen. Kein Geld der Welt kann einem Kind die vorenthaltene Liebe der Mutter ersetzen.

Was wird nur aus solchen Kindern wenn sie älter sind? Reisende, die ihre Väter fragen warum sie nicht befreit wurden?