Wie mag sich jemand fühlen, wenn alle Netze zusammen gebrochen wären und innere Panik ausbricht? Kontaktaufnahme unmöglich, niemandem kann Gewalt zugefügt werden.

Noch eingerschränkter als in dieser Situation ist nur, wer sich über seinen Horizont herauslegte. Ist doch vollkommen in Ordnung, dass man seinen Ängsten freien Lauf lässt, aber in Kombination ist der menschliche Supergau natürlicher Schwund.

Ob dies der Grund ist, dass seit Jahren wieder vermehrt in vielen dicht besiedelten Gebieten die Einwohnerzahlen steigen? Die treue Landbevölkerung scheint sich nicht von Phobien abhängig machen zu wollen. Sie leben, sie sind frei von Zwängen und reden miteinander.

Was sie als foppen bezeichnen, wird für den zugezogenen Städten zum übelsten Psychoterror. Da kann wegen einem unausgesprochenen Wort, eigenmächtigem Handeln und fehlendem Hintergrundwissen, jemand einen Bock schießen.

Sich still und leise auf einer virtuellen Abschussliste wiederzufinden, die von einem vereinsamten Nomophobiesten verbreitet wird, wer glaubt das schon, was er da lesen wird.

Epilog

Der kleine streitsüchtige Mann aus Österreich hatte auch mit seinem Größenwahnsinn zu kämpfen. Er war fast auf der ganzen Welt  bekannt. Die meisten sagten offiziell kein Wort gegen ihn, aber kaum jemand war traurig nach seinem Tod. Über kaum jemanden kann man sagen, sich selbst geschaffen zu haben. Seit es Internet gibt glauben viele, dass sie es schaffen können noch bekannter als dieser kleine streitsüchtige Mann es schon ist.

Second Life lebt.