Passend zum Monatsanfang, gibt es wieder neues aus der Welt der Klugscheißer zu berichten.

Der öffentliche Dienst wir schon immer als Kostentreiber verflucht. Mit vollen Händen das Geld ausgeben, obwohl die Kassen mehr als leer sind.

Kleinere Gemeinden, die sich mehr oder weniger mit Sparmaßnahmen durch wurschteln. Die Einwohner laufen Sturm, denn sie sind gar nicht von den neusten Aktivitäten des Bürgermeisters begeistert. Er brauchte ein neues Auto, sein eigenes war ihm nicht mehr gut genug um damit seine Termine wahrzunehmen. Nicht standesgemäß für einen Bürgermeister, der gleichzeitig seine Partei repräsentieren möchte.

Nun könnte ich mal schnell Zahlen rollen lassen, das würde aber nur noch mehr Verwirrung stiften.

Die Anschaffung des Neuwagens kostete mehr als 30.000 Euro. 35 Cent pro gefahrenen Kilometer im Privatfahrzeug bekommt der Bürgermeister ohne Zulagen pro gefahrenem Kilometer. Das wären fast 90.000 Kilometer, die ein Bürgermeister im laufenden Jahr verfährt für Dienstfahrten. Der muss aber wichtig sein, überall präsent sein, denkt man sich.

Irrtum, er ist nicht wichtig, er fühlt sich wichtig. Warum sonst hatten sich die Wähler auch für ihn entschieden. Seinen Parteifreund nicht zu wählen, das hätte jeder durch das Wahlergebnis errechnen können.

Und nun sitzt es vermutlich in seinem neuen Dienstwagen, unterwegs zu einer Veranstaltung, die außerhalb der Gemeinde liegt, um seine vermeidlichen Kosten zu gerechtfertigten und isst und trinkt sich zusammen mit seiner Familie durch den Abend.