Menschen, die einer sozial versicherungspflichtigen Arbeit nachgehen, dürfen nun also bis 67 arbeiten. Um ihre Rente aufzustocken, gehen sie weiter arbeiten. Wer nun denkt, sind die schön blöd, sich so mühsam seine Kröte verdienen, da gibt es doch was besseres.

Da gibt es nun eine aktuelle Studie über altersgerechte Arbeitswelt. Wie soll die denn theoretisch für die nächste Generation der Arbeitnehmer aussehen? Sie haben schon während ihrer Schulzeit gelernt wie schnell man sich zum Kranken machen kann und trotzdem mit durch rutscht. Arbeit ist lästig und verdirbt den Tag.

Wer nun glaubt, dass sich die nächste Generation nichts aus Arbeit macht, liegt falsch. Arbeiten hat einen neue Bedeutung bekommen. Junge Frauen sind davon überzeugt, dass sie durch ihren Körper mehr verdienen können als durch Wissen. Ihre Vorbilder sind Magermodels, hochgepuschte Votenfrauen mit Werbeverträgen und Frauen, die an der Seite von einem Promi bekannt wurden. Die müssen auch nicht von morgens bis abends arbeiten gehen, machen sich einen schönen Tag und shoppen was das Zeug hält. Heranwachsende Männer sehen ihre Chance als Schauspieler in Dailysoaps oder Musiker. Nichts davon fällt in rauen Mengen von den Bäumen.

So schön wie der Gedanke auch ist, es gibt keine Möglichkeit der echten Arbeit aus dem Weg zu geben als sich so früh wie möglich in Rente schicken zu lassen.

Da ist jeder, der sich morgen für morgen aus dem Bett erhebt und zur Arbeit fährt etwas falsch gemacht. „ich gönne mir denn Hartz IV“, sagte die abgemagert blondierte Bewerberin als die ihre 10 Absage in Empfang genommen hatte. Ihre Fähigkeiten der Arbeitswelt bereitzustellen waren unüberwindbar.

Niemand wollte sie ernst nehmen. In ihren Bewerbungen hatte sie als besondere Kenntnisse Nageldesign, Shoppingexpertin und Komasaufen. Fähigkeiten, die nicht in der Berufswelt einsetzbar sind. Heiraten war für sie auch nicht drin, kein Mann wollte ihren Lebenswandel unterstützen, sie war teuer um ihre künstliche Schönheit aufrecht zu erhalten. Und so gönnt sie sich nun HartzIV bis sie sich durch ihr Komasaufen arbeitsunfähig schreiben lassen kann.

Die neue Generation (Früh)Rentner, so hat sich die Ministerin sicherlich nicht vorgestellt.